... war quasi der Saisonauftakt und er war vielversprechend.

Aber ich fange mal vorne an:
Nachdem ich mich über die Wintertage doch eher "körperlich geschont" habe und das Rad in 2016 bereits länger geputzt als bewegt hatte, war meine Freude und Lust auf die RTF des RSC-Schwalmtal sehr groß. Ich bin ganz egoistisch von Wegberg aus alleine zum Start gefahren und haben niemandem bescheid gesagt. Mir war erst irgendwie mehr nach alleine Fahren. Also schnell den Anmeldeprozess erledigt und dann ab auf die Strecke. Bei der Anfahrt hatte ich schon gemerkt: Brr, ist schon noch etwas frisch - aber 4 Unterhemden unter dem etwas dickeren Langarm-Trikot waren ausreichend um sich mehr auf die Straße als den Erhalt der Körperfunktion konzentrieren zu können. Auf dem ersten Kilometer kam mir bereits ein Trupp ERCler entgegen und aus Neugierde, Höflichkeit und Freude am Radfahren drehte ich kurzentschlossen und begleitete sie einige Meter. Der Trupp, welcher sich mir durch Dagmar, als "langsamer fahrende" vorstellte war auf dem Weg zum Start. Die schnelleren, so erfuhr ich, werden über K1 in die Strecke kommen.

 

An der erste Kontrollstation, kurz hinter Wassenberg, habe ich lediglich zum Stempeln gehalten. Die Glykogenspeicher waren noch ausreichend voll und ich wollte für ne Waffel und einen Eistee nicht unnötig auskühlen. Also Stempel entgegengenommen und weiter. Nach den ersten 30 Kilometern habe ich dann gemerkt: Okay, knapper 29er Schnitt. Den sollte ich halten können also dachte ich mir "Erhöhe mal etwas das Tempo um dir ein kleines Polster auf den Schnitt zu fahren..." Ich hatte den Gedanken noch nicht ganz zu Ende gedacht, da tauchte hinter der Kurve ein Rudel ERCler auf. Nicht fahrend.

Vize-Präsi Johannes hat sich einen Platten gefahren und Peter, Axel, Günter, Richard und... (ich glaube ich habe jemanden vergessen, egal) standen zur Hilfe um ihn herum.

Update: Johannes ist die ersten 40 Kilometer mit angezogener Hinterradbremse gefahren. Der Schlauch war in dem Fall aber der Teil des Fahrrads, welchem das zuerst aufgefallen ist.

Nachdem die Fragen: "Wo kommst Du her?" "Was machst Du gerade?" und "Wo willst Du hin?" geklärt waren und Johannes wieder ein funktionierendes Fahrrad unterm Gesäß hatte ging es weiter. Noch vor 10 Minuten hatte ich mir gedacht: "Etwas über 30 ist ne Prima Geschwindigkeit für den Anfang..." Jetzt standen knappe 40 auf dem Geschwindigkeitsanzeiger und Richard fragte - welcher erst neulich dem ERC beigetreten ist - von Hinten in die Gruppe ob wir den Saison-Auftakt immer mit einem 36er Schnitt beginnen würden? Richard schien einen ähnlich sportlichen Winter, wie ich ihn auch hatte, gehabt zu haben und sprach mir in dem Moment aus der Seele. Peter, Axel und Johannes hatten für Mitte März bei 6 Grad Temperatur mächtig Druck auf der Kurbel. "Challenge Accepted!"

Nun befand ich mich also in Mitten bekannter und neuer Vereinskameraden wieder, und wusste bereits nach nicht mal einem Kilometer warum es viel angenehmer ist im Verein zu fahren: Man motiviert sich gegenseitig die eignen Leistungsgrenzen zu erweitern und es macht schlicht viel mehr Freude!

Am "Meinweg" hoch, kam dann nochmal mein "leckerer Winter" richtig durch. Während meine Oberschenkel bissen und glühten saßen Johannes, Axel und Peter noch im Sattel und fuhren mir davon. Richard hatte irgendwann - wie ich später auch - den Anschluss verloren und quälte sich ebenfalls die drei Anstiege hoch. Axel hatte sogar noch soviel Kraft, dass er oben drehte und Richard kameradschaftlich wieder ranholte.

Eine gute halbe Stunde später waren wir dann auch schon wieder an der Sporthalle. Der frische Vize-Präsi Johannes konnte seine erste Amtshandlung vollziehen. Pokale abgreifen.
Der ERC hat (wie nicht selten) den Pokal für den teilnehmerstärksten Verein wie auch den Pokal für... uff irgendwas mit regional und Teilnehmer oder so... erhalten.

Um auch ein Wort über die RTF selber zu verlieren: Es war eine prima Organisation durch (zumindest mir) bekanntes Terrain. Von der recht zügigen Anmeldung, über die durchweg gute Beschilderung (75er Strecke) bis zum abschließenden Kaffee, gepaart mit einem leckeren Stückchen Apfelkuchen, war alles prima! Mir hat es richtig gut getan und ich freue mich nun umso mehr auf das anstehende Radfahr-Jahr zusammen mit meinen tollen Kameraden im ERC.

Bleibt dran!

Lars

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